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Praxis für Physiotherapie
Bernhard Hornig
Tel.: (02374) 1 53 44
E-Mail: b.hornig@web.de

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Praxis für Physiotherapie

Bernhard Hornig


Hagener Str. 22
58642 Iserlohn
Tel.: (02374) 1 53 44
E-Mail: b.hornig@web.de


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13:00 - 18:00 Uhr

Di: 08:00 - 12:00 Uhr
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14:00 - 18:00 Uhr

Fr: 08:00 - 12:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Gesundheitsnews



Die Balance wiederfinden – gemeinsam mit Ihrem Physiotherapeuten
Gleichgewichtstraining effektiv bei Morbus Parkinson

Rund 4,1 Millionen Menschen sind weltweit betroffen, in Deutschland sind es schätzungsweise zwischen 250.000 und 280.000 Personen: Morbus Parkinson ist eine komplexe, neurologische Erkrankung, die für viele Menschen erhebliche Einschränkungen im Alltag mit sich bringt.

Typische Symptome sind verlangsamte Bewegungen, Zittern (Tremor) sowie ein gestörtes Gleichgewicht. Besonders gefährlich wird es, wenn die Patienten unsicher auf den Beinen sind und somit ein erhöhtes Sturzrisiko besteht. Nicht selten führt dies zu Knochenbrüchen, die zusätzlich zur Parkinson-Erkrankung den Patienten das Leben erheblich erschweren.

Um dem vorzubeugen, kann und sollte der Arzt eine Heilmittelverordnung für Physiotherapie ausstellen. Ute Repschläger, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten (IFK) erklärt: „Die Behandlung von Morbus Parkinson ist bereits in der physiotherapeutischen Ausbildung fester Bestandteil und viele Therapeuten spezialisieren sich durch Fortbildungen weiter auf den neurologischen Bereich.“

Gemeinsam mit dem Physiotherapeuten lassen sich Nah- und Fernziele abstimmen und somit ein individuelles Behandlungsprogramm festlegen. Zur Verbesserung des Gleichgewichts gibt es zahlreiche Trainingsmöglichkeiten, außerdem lassen sich Stürze durch ein Fallprophylaxe-Programm eindämmen bzw. vermeiden. Je eher mit dem Training begonnen wird, desto weniger kommen Unsicherheit und Sturzängste beim Patienten auf. „Das Gleichgewichtstraining wird an die Fähigkeiten des Patienten angepasst und kann zunehmend gesteigert werden. So kann man z. B. nach einiger Zeit sogar teilweise auf unebenen Untergründen und in realen Lebenssituationen die Balance trainieren.“, erklärt Ute Repschläger.

Erst kürzlich konnte eine Studie aus Südafrika zeigen, dass Gleichgewichtstraining zu einer verbesserten Schrittabfolge (Länge, Geschwindigkeit und Frequenz) führte und sich die Patienten im Anschluss sicherer fühlten. Durch regelmäßige Physiotherapie kann dem Patienten zu mehr Lebensqualität verholfen werden und gleichzeitig weitere, nervenaufreibende Behandlungen eingedämmt werden. Denn auch mit der Diagnose Morbus Parkinson können Patienten noch aktiv am Leben teilnehmen und festen Schrittes durch den Alltag gehen.

Mensch sitzt und isst
Ein Ratgeber für mehr Bewegung, Gesundheit, Lebensfreude

Die meisten Deutschen bewegen sich zu wenig und essen sich krank. Ein neuer Ratgeber klärt nicht nur über die Folgen von einem ungesunden Lebensstil auf. Er zeigt auch neue Wege zu mehr Bewegung, Gesundheit und Lebensfreude.

Wer hätte das gedacht. Der Durchschnitts-Deutsche kommt auf die stolze Summe von fast 12 Stunden Sitzen pro Tag. Bei einem zu erwartenden Alter von etwa 80 Jahren kommen die meisten Deutschen in ihrem Leben so auf etwa 350.000 Stunden Sitzen.
Bei genauerer Betrachtung darf das eigentlich nicht verwundern. Denn heute erledigen wir fast nichts mehr „im Vorübergehen“. Im Gegenteil. Die Deutschen sind zu wahren Sitztätern mutiert. Sie sitzen am Frühstückstisch, auf dem Weg zur Arbeit und zurück, hocken im Auto, in der Bahn oder drängeln sich um die Plätze im Bus. Anschließend sitzt jeder Deutsche durchschnittlich gut sieben Stunden auf der Arbeit, um es sich nach Feierabend dann am Esstisch bequem zu machen oder sich mit einem kalorienreichen Abendessen zu belohnen. Auch sitzend lässt er meist den Tag gemütlich ausklingen, mit einem kleinen Snack im Sessel vor dem Fernseher.

Sitzen ist das neue Rauchen, ungesunde Ernährung eine Zeitbombe. Darin sind sich Mediziner und Ernährungsexperten einig. Die Folgen dieses ungesunden Lebensstils sind aber nicht nur auf körperliche Leiden beschränkt. Hierzu zählen vor allem lebensbedrohliche Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Herz‐Kreislauf‐Erkrankungen, Diabetes und Erkrankungen des Bewegungsapparats. Auch psychische Leiden wie Angststörungen, Burnout und Depressionen nehmen in sitzenden Wohlstandsgesellschaften dramatisch zu.

Ärzte, Ernährungsberater und Gesundheitsexperten warnen seit vielen Jahren. Vergeblich. Ein Entkommen aus dieser tödlichen Spirale scheint kaum möglich. Denn ein Medikament gegen die Folgen von mangelnder Bewegung und ungesunder Ernährung wird es nie geben.
„Für unseren Lebensstil sind allein wir selbst verantwortlich“, weiß auch Ralph Kähne aus eigener Erfahrung. In seinem neuen Buch „Fisch schwimmt, Vogel fliegt, Mensch sitzt und isst“ warnt der ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsberater nicht nur eindringlich vor den Folgen des vielen Sitzens in Kombination mit ungesunder Ernährung. In seinem Plädoyer für mehr Bewegung, gesundes Essen und Lebensfreude redet er uns auch tüchtig ins Gewissen. So klar und deutlich, dass der Leser sich in vielen seiner Beschreibungen wiedererkennt. Er rüttelt auf, macht betroffen und spornt gleichzeitig an. Doch er beschränkt sich nicht nur darauf, einen Spiegel vorzuhalten. Er zeigt vor allem auf, was jede Einzelne selbst aktiv mit kleinen Verhaltensänderungen und Maßnahmen in Alltag, Beruf und Freizeit für die eigene Gesundheit tun kann.

Der Ratgeber ist im Verlag BoD (www.abvierzig.de/Mensch-sitzt-und-isst) erschienen und ab sofort als Taschenbuch und E-Book erhältlich.

Weitere Informationen unter www.abvierzig.de.

Faszien: Vernetzt von Kopf bis Fuß

Abbildung: fascialnet.com
Faszien im Bereich des unteren Rückens und des Gesäßes

In einem Artikel für Gray´s Anatomy fassen Sportwissenschaftler und Sportmediziner der Goethe-Uni überraschende Erkenntnisse aus der neueren Forschung zusammen.

FRANKFURT. Lange Zeit galten Faszien als vornehmlich passives Verpackungsmaterial für Muskeln ohne bedeutsame Funktionen für das Bewegungssystem. Als neuere Forschungsergebnisse zeigten, dass sie eine weitaus wichtigere Rolle spielen könnten, entwickelte sich bald das Faszientraining. In seiner neusten Ausgabe würdigt auch das renommierte amerikanische Anatomiebuch „Gray´s Anatomy“ das muskelumhüllende Gewebe mit einem Eintrag. Geschrieben ist er von den Frankfurter Forschern Dr. Jan Wilke und Prof. Winfried Banzer.

In Anatomiebüchern wurden Faszien bisher nur selten exponiert dargestellt, in Anatomiekursen fielen sie meist schnell dem Skalpell zum Opfer, da das dünne, weißliche Gewebe den Blick auf die Muskeln des Körpers verstellt. Inzwischen weiß man aber, dass es eine höhere Nervendichte und Schmerzempfindlichkeit besitzt als Muskeln und somit bei verschiedenen orthopädischen Beschwerden relevant sein könnte. So erklärt sich auch der gegenwärtige Hype um das Faszientraining: Kaum ein Fitnessstudio verzichtet darauf, die Industrie entwickelt unablässig neue Trainingsgeräte und Buchläden präsentieren diverse Werke mit bunten, teils reißerischen Covers.

Mit einem Eintrag in der kürzlich erschienenen 42. Auflage des renommierten Anatomiebuchs „Gray’s Anatomy“ haben Faszien nun auch einen festen Platz im Lehrbuchwissen erhalten. Der Atlas zählt zu den bekanntesten und einflussreichsten Werken weltweit und ist, insbesondere im anglo-amerikanischen Sprachraum, ein Klassiker. Die Frankfurter Sportwissenschaftler Dr. Jan Wilke und Prof. Winfried Banzer, der zugleich Sportmediziner ist, wurden eingeladen, einen Kommentar zu ihren Forschungsergebnissen für Gray´s Anatomy zu verfassen. Beide Autoren beschäftigen sich mit der potenziellen mechanischen Rolle des kollagenen Bindegewebes.

Mit einer systematischen Literaturanalyse konnten Wilke und Banzer nachweisen, dass Faszien, entgegen zahlreicher Darstellungen in Standardwerken der Anatomie, die Muskeln des Körpers nicht voneinander abgrenzen, sondern – teils von Kopf bis Fuß – direkt verbinden. Möglicherweise erklären die so entstehenden Muskel-Faszien-Ketten, warum Schmerzen manchmal in entfernten Körperregionen auftreten. Da im Verlauf der Kontinuitäten auch Kräfte übertragen werden, beschränken sich die Wirkungen von klassischen Sportübungen wie Dehnen oder Krafttraining auch nicht auf den Anwendungsort. Mehrere Studien aus dem Frankfurter Institut für Sportwissenschaften zeigten, dass Dehnübungen der Beinmuskulatur sogar die Beweglichkeit der Halswirbelsäule steigern und nicht weniger effektiv sind, als lokale Übungen des Nackens selbst. Aktuell versuchen Wilke und Banzer herauszufinden, ob die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung bei Gesunden auch auf Patienten übertragbar sind.